Unser Selbstverständnis

Wir sind den Grundwerten des ‘Demokratischen Sozialismus’ verbunden. Für uns ist eine vielfältige Demokratie nur dann möglich, wenn die Gesellschaft solidarisch zusammenhält und niemand zurückgelassen wird. Wir möchten die Grundsätze des Sozialismus auf Grundlage der Demokratie verwirklichen.
Demokratie bedeutet für uns nicht, dass die Mehrheit über die Minderheit herrscht. Wir wollen alle Menschen in Entscheidungen mit einbeziehen, die Zugänglichkeit zu unseren demokratischen Institutionen verbessern und Machtverhältnisse abschwächen und aufteilen.
Solidarität heißt, dass niemand zurück gelassen wird. Wir kämpfen für ein starkes Sozialsystem in staatlicher Hand. Interessen von Privatpersonen oder großen Konzernen haben gerade bei den wichtigen Grundlagen unseres Lebens wie Wohnen, die öffentliche Vorsorge, Rente oder dem Gesundheitssystem nichts verloren. In einer Gesellschaft nach unseren Idealen muss kein Mensch Angst haben, abgehängt zu werden.
Internationalismus bedeutet, dass wir uns als Teil des internationalen Arbeiter*innenbewegung sehen. Internationale Solidarität bedeutet, dass wir die Überwindung der Nationalstaaten anstreben und den Zusammenhalt von Menschen unabhängig ihrer Herkunft oder Staatsbürger*innenschaft fördern möchten.
Feminismus ist die Grundlage unserer politischen Arbeit. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Frauen* immer noch benachteiligt werden: Geschlechterrollen sind noch immer präsent, die ungleiche Bezahlung eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und die Anerkennung der Leistung von Frauen* in Geschichte und Politik ist nach wie vor geringer als die von Männern. Unser Bild von Feminismus ist intersektional – Diskriminierung geschieht auf vielen Ebenen, z.B. auch auf Grund der Hautfarbe oder sexuellen Identität. Wir bekämpfen daher jede Form der Diskriminierung und spielen Benachteiligte nicht gegeneinander aus. Feminismus bedeutet damit für uns auch den Einsatz für Queere Menschen – also für Menschen, die nicht-heterosexuell sind oder sich im binären Geschlechtersystem nicht einordnen können oder wollen.
Weitere Ideen, die für uns grundlegend wichtig sind:
  • Wir kämpfen für den ökologischen Wandel und für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik. Der Klimawandel muss aufgehalten werden und die Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, benötigen Unterstützung von den Hauptverursacher*innen dieser Katastrophe. Wir sind der Überzeugung, dass eine nachhaltige Wirtschaft im reinen Kapitalismus nicht möglich ist.
  • Wir sind ein antifaschistischer Verband. Wir kämpfen gegen Chauvinismus, Nationalismus und Rechtsextremismus. Wir lehnen Auftritte mit der AfD ab und möchten politische Aufklärung und Bildung fördern. Wir sind der Überzeugung, dass die Landesämter für Verfassungsschutz abgeschafft werden müssen und die Bekämpfung von demokratiefeindlichen Vereinigungen von der Zivilgesellschaft und vom Staat gemeinsam organisiert werden muss.
  • Bildungspolitisch möchten wir die Zugänglichkeit zu Bildung vereinfachen, Barrieren abbauen und jede Form der Bildung kostenfrei machen. Statt Elitenförderung durch Gymnasien und Stipendien möchten wir eine gemeinsame Schule, ein elternunabhängiges BAföG und eine Aufwertung der beruflichen Bildung.

Unsere Tätigkeiten

Ein Mal im Jahr versammeln sich Delegierte aus allen Unterbezirken der Jusos zur Bezirkskonferenz. Dort wählen wir einen neuen Vorstand, beschließen unser Programm für das kommende Jahr und vernetzen uns miteinander.
Politische Bildung ist ein Kern unserer Arbeit. Wir organisieren regelmäßig ein- oder mehrtägige Seminare zu politischen Themen und Diskussionen, so z.B. 2018 zu Feminismus und 2019 zu Europa- und Internationales. Ebenfalls schulen wir unsere Mitglieder in der Struktur unseres Verbandes und der SPD und wie wir unsere Themen und Anliegen effektiv in die SPD hineintragen.
Frauen*vernetzung ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir organisieren regelmäßig Vernetzungstreffen für Frauen* und organisieren Delegationen zu landes- und bundesweiten Empowerment-Veranstaltungen, z.B. den Frauen*-Rhetorikseminaren. Frauen* sind bis heute in der Politik unterrepräsentiert – das möchten wir ändern.
Unsere Arbeitsgruppen arbeiten mit Genoss*innen aus ganz Oberfranken zusammen, um neue politische Themen auf die Tagesordnung zu setzen und Veranstaltungen zu organisieren. Wir möchten junge Menschen für Politik begeistern und zeigen, dass Veränderung möglich ist. So hat unsere inhaltliche Arbeit bereits zum Mindestlohn, zur Einrichtung zahlreicher Jugendparlamente in ganz Deutschland und bald zur Mindestvergütung für Auszubildende geführt.
Zu aktuellen politischen Themen schreiben wir Pressemitteilungen und veröffentlichen Blog-Einträge und Statements auf unserer Homepage. Wir möchten zeigen, dass es in der Jugendpolitik mehr als nur eine Jugendorganisation in Oberfranken gibt.