Sep 01 2017

Offener Brief der Jusos

Die Schule hat wieder begonnen. Auch an der Grund- und Mittelschule Oberkotzau – einer “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”.

Ziel des Projektes ist es, wenn man einen Blick auf die Homepage des Schulnetzwerkes wirft, „den Alltag an Schulen so zu verändern, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Normen. Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität und was auch immer, wird entschieden abgelehnt.“

Als Jusos fragen wir uns: Wie geht das mit einem Schulleiter zusammen, der außerhalb der Schule vor allem als aktiver AfD-Funktionär bekannt ist? Wie kann jemand eine Schule repräsentieren, die sich Toleranz auf die Fahnen geschrieben hat und gleichzeitig einer Partei angehören, die Andersdenkende in Anatolien „entsorgen“ möchte? Wie kann jemand als leitender Repräsentant des staatlichen Bildungssystems, der monatlich vom Staat ein Gehalt einsackt gleichzeitig in Wirtshäusern der Region darüber schwadronieren, dass eben jener Staat von dem er lebt Demo-Geld an Linksradikale auszahlt?

 
Wir haben darauf keine Antwort.

 

 

Offener Brief der Jusos Bayern

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

Die Grund- und Mittelschule Oberkotzau ist eine “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”. Wir wollen unseren Kindern beibringen, dass sie sich gegenseitig helfen und nicht ausschließen, weil die Mitschülerin schwarze Haare oder einen dunkleren Teint hat. Darauf können Sie alle zurecht stolz sein. 

Allerdings bekommt Ihre Schule zum Start des neuen Schuljahres einen neuen Rektor. Gerd Kögler ist aber nicht nur designierter Leiter der Grund- und Mittelschule Oberkotzau, sondern auch Vorsitzender der AfD Hochfranken. Die Diskussion um die Person Kögler und seine Tätigkeit bei der AfD wurde in den Medien bereits lang und breit geführt, weshalb wir diese nicht nochmal aufwärmen wollen. 

Jedoch wollen wir Sie zu einem kritischen Umgang mit den Positionen von Herrn Kögler und der AfD auffordern. Ein ehrenamtliches Engagement in der Politik ist zwar durchaus wünschenswert und für unsere Gesellschaft wichtig, jedoch ist die AfD nicht irgendeine Partei. Mit ihren Inhalten hetzt sie gegen Minderheiten, schürt Ängste und verbreitet Rassismus und Fremdenhass. Dies sind keine Werte, die an einer Schule an Kinder und Jugendliche vermittelt werden sollten. 

Den Ressentiments der AfD muss klar und deutlich widersprochen werden, das verstehen wir unter Courage. Nur gemeinsam können es die Vernünftigen und Weltoffenen unter uns schaffen, offene und freiheitliche Werte hochzuhalten und Toleranz und Mitmenschlichkeit zu leben. Seien Sie wachsam – Ihren Kindern zuliebe!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Jusos Bayern

Jun 29 2017

Die Jusos werfen Hans-Peter Friedrich Homophobie vor

Am morgigen Freitag entscheidet der Deutsche Bundestag über die ‚Ehe für Alle‘ und damit die vollständige rechtliche Gleichberechtigung von gleichgeschlechtigen Paaren. Auch für die Jusos in der Region ist das ein „historischer, längst überfälliger Schritt“, findet Sophia Fischer, Vorsitzende der Jusos Hochfranken. Umso mehr stößt die Reaktion des Hofer CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Friedrich beim SPD-Nachwuchs auf Unverständnis.


Dieser hatte via Twitter mehrfach mit drastischen Worten vor der Öffnung der Ehe gewarnt. Der CSU-Politiker sieht darin die „weitere Auflösung der gesellschaftlichen Ordnung.“ Anstatt auf entsprechende Nachfragen zu antworten, was er damit meine, wiederholte er seine Auffassung und fügte hinzu: „Wundern Sie sich nicht, wenn das Pendel irgendwann zurückschlägt.“
„Was soll das und vor allem, was meint er damit?“, fragt sich Fischer. „Warum sollte ein gleichgeschlechtliches Paar nicht die gleichen Rechte haben? Warum sollen sie nicht heiraten dürfen und warum sollen sie schlechtere Eltern sein? Auf all diese Fragen hat Friedrich keine Antworten. Stattdessen malt er den Teufel an die Wand, nur weil sich vielleicht bald Mann und Mann und Frau und Frau das Ja-Wort geben dürfen. Woher kommt denn diese Angst?“
Für die Juso-Bezirksvorsitzende hat dieses Verhalten nur eine Erklärung. „Friedrich ist schlicht und ergreifend homophob.“ Dem stimmt Harald Müller von den Jusos Fichtelgebirge zu: „Mit seinen Tweets steht er an Rückständigkeit, Arroganz und Überheblichkeit Erika Steinbach in nichts nach.“ Müller empfindet deshalb sogar ein wenig Mitleid mit Friedrich. „Irgendwie traurig mit anzusehen, wie aus einem ehemaligen Innenminister dieser eine Onkel wird, den jeder kennt; diesen sonderbaren Typen, den keiner mag, der aber irgendwie doch zur Familie gehört. So einen wünsche ich mir nicht als Repräsentanten meiner Heimat in Berlin.“

Mai 24 2017

PKW Maut – Diskriminierung durch die Hintertür

Vergangene Woche stellte die Europäische Union das Verfahren gegen Deutschland bezüglich der Maut Pläne ein. Die Begründung aus Brüssel, sie finden keine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit. Das sehen die Jusos Oberfranken anders.

„Diskriminiert werden keine Ausländer, sondern die deutsche Bevölkerung selbst“, so Sophia Fischer, Bezirksvorsitzende der Jusos Oberfranken. „Angeblich soll es keine Mehrbelastung aufgrund der Maut geben, dies trifft aber nur auf die Besserverdienende Gesellschaft zu. Besonders die, die das Geld haben mit Neuwagen auf den Straßen unterwegs zu sein werden bevorzugt“

Der Maut-Beitrag berechnet sich anhand der Größe und Umweltplakette des PKWs. Umso Umweltschonender das Fahrzeug ist, desto geringer ist sind die Gebühren der Maut. Damit keine Mehrbelastung auftritt, sollen der Beitrag in Form einer Kraftfahrzeugsteuer-Senkung ausgeglichen werden.

„In der Realität sieht das leider anders aus.“

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Mai 05 2017

Bei der Integration zählt Betreuung

Sebastian Reck (links) führte die Jusos durch die „Alte Post“.

Die Forchheimer Jusos besuchten die Flüchtlings-Unterkunft in der alten Post. Sebastian Reck, selbst Juso und Ehrenamtlicher bei der AWO, sowie Eva Wichtermann informierten über die Situation in Forchheim. Dabei erfuhr der SPD-Nachwuchs: Wichtiger als materielle Fragen seien gute Betreuung und Perspektiven.

In der Alten Post sind derzeit 41 anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht, darunter vier Kinder. Diese stammen überwiegend aus Syrien, dem Irak und Aserbaidschan. Letzteres sei eine zufällige Häufung, so Reck. Zumeist werde von Asylbewerbern aus Aserbaidschan die Blutrache als Fluchtgrund angegeben. Oder es handle sich um Militärs die desertiert seien, aus Angst ins Krisengebiet Bergkarabach versetzt zu werden. Die allermeisten Bescheide im Falle Aserbaidschans seien jedoch negativ.

Die Unterkunft selbst präsentiert sich eher spartanisch. Der Aufenthaltsraum besteht aus einem Fernseher, gebrauchten Sofas und ein paar Tischen mit Stühlen. Die Zimmer, belegt mit je drei bis vier Personen, mit Betten und Schränken. Reck legte Wert darauf anzumerken, dass Flüchtlinge keinesfalls im Luxus lebten.

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Apr 03 2017

Forchheimer Jusos sehen sich als Motor der SPD

Der letzte weiße Fleck auf der oberfränkischen Juso-Landkarte ist Geschichte, die Forchheimer Kreis SPD hat wieder einen Stachel im Fleisch. Im prall gefüllten Forchheimer SPD Büro gründeten neun anwesende Jungsozialistinnen und Jungsozialisten wieder eine Juso-AG.
Einen inhaltlichen Stachel im Fleisch der SPD und als Arbeitsgruppe, die querdenkt, so charakterisierte MdB Andreas Schwarz die Jusos in der SPD. Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Cosmas Tanzer beschrieb die Jusos als inhaltlichen Motor und auf der Straße am meisten wahrgenommene Gruppierung der SPD. “Wir sind es, die Widerstand in antifaschistischen Bündnissen und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse leisten”, so Tanzer. Zumeist seien es die Jusos, die Anträge schreiben und der Partei auf die Finger klopfen. Als Beispiel dazu nannte der stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende Claas Meyer die Mindestausbildungsvergütung, die den Juso-Anträgen entstammt.

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Feb 20 2017

Bezirkskonferenz 2017 – Jusos wählen neue Vorsitzende für Oberfranken

Im Dampflokomotiv-Museum Neuenmarkt wählten die oberfränkischen Jusos Ihren neuen Vorstand: Sophia Fischer (22) aus Sparneck im Landkreis Hof wurde mit 96 Prozent der Stimmen zur neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Thematisch beschäftigten sich die Jusos in Ihrem Leitantrag mit der Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Sophia Fischer, Bezirksvorsitzende Jusos Oberfranken

Neuenmarkt – Am vergangenen Samstag fand die Bezirkskonferenz der Jusos Oberfranken im Dampflokomotiv-Museum Neuenmarkt statt. Der bisherige Vorsitzende Sebastian H. Fischer stellte sich nicht mehr zur Wahl „Mit 33 Jahren ist es schon fast Satire, sich als Teil einer Jugendorganisation zu bezeichnen. Es ist Zeit abzugeben“, so Fischer, er übergab die Jugendorganisation der SPD an seine Nachfolgerin Sophia Fischer, 22 Jahre und Studentin der Medieninformatik, aus Sparneck.

Die neue Vorsitzende (96 Prozent der Stimmen) ist allerdings auch nicht mehr ganz unbekannt. Sophia Fischer übernahm vor vier Jahren die hochfränkischen Jusos und ist seit 2012 Beisitzerin im Vorstand der oberfränkischen Jusos. Bei Ihrer Vorstellung machte Sie deutlich, dass sie in den Jusos bis auf Bundesebene und in der SPD bis auf Landesebene bereits viele Erfahrungen gesammelt hat: „Seit einigen Jahren fahre ich zu den Landeskonferenzen der Jusos, seit zwei Jahren auch auf deren Bundeskongress. Mein Unterbezirk hat es mir zudem ermöglicht als Delegierte auf Bezirks- und Landesparteitage zu fahren, aber auch im SPD Bezirksvorstand mitzuarbeiten.“ Als Stellvertretende Vorsitzende wurden Stefanie Gröger aus Kronach (88 Prozent der Stimmen) und Claas Meyer aus Bamberg (92 Prozent der Stimmen) in Ihrem Amt bestätigt. Beide sind dieses Amt erstmals 2013 angetreten.

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